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Malteser Lohne

Geschichte

Die ersten Aktivitäten in Lohne begannen 1956/1957 wie in vielen anderen Orten vorher oder nachher: Aus Erste-Hilfe-Lehrgängen, die von auswärtigen Malteser-Ausbildern durchgeführt wurden, gingen Personen hervor, die sich in den Dienst der Malteser stellten. Welche Aufgaben sie im Einzelnen wahrgenommen haben, kann nicht mehr nachgewiesen werden.

Im Frühjahr 1962 unternahmen Vertreter des MHD aus der Diözese Münster den Versuch, in Lohne eine MHD-Gliederung zu gründen.

Ein auch in der Erwachsenenbildung engagierter Lehrer wurde als Organisator gewonnen; er führte Informationsfilme vor und organisierte Erste-Hilfe-Kurse; dann folgt ein Schwestern-Helferinnen-Kurs.

Nach einem Schwerstehelferinnen-Lehrgang formierte sich 1962 erstmals eine „richtige“ Gruppe. Die ehrenamtlichen Kräfte übernahmen die Ausbildung in Erster-Hilfe sowie Sofortmaßnahmen am Unfallort und stellten sich für den Sanitätsdienst bei Veranstaltungen, Hilfen im Krankenhaus und die Durchführung von Blutspendeterminen zur Verfügung.

Anfang der siebziger Jahre begann die Gruppe aktiver zu werden, als sich Teilnehmer eines Erste-Hilfe-Lehrganges zur weitergehenden Sanitäts- und Schwesterhelferinnen-Ausbildung anmeldeten und nach abgeschlossener Ausbildung als aktive Mitglieder in die Ortsgliederung eintraten.

Gleichzeitig fand ein Generationswechsel statt, als der langjährige Stadtbeauftragte, Konrektor Josef Schomaker, seine Aufgaben an Franz-Josef Kröger übergab. In der Folgezeit stellten sich zunehmend Ehrenamtliche für die Aufgaben der Malteser zur Verfügung. So war es möglich, im Laufe der Zeit viele Aufgaben zu übernehmen.

„Die nächste Erste-Hilfe-Ausbildung findet statt in …“ oder „Die Mitglieder des Malteser-Hilfsdienstes treffen sich in …“

Seit der Gründung der Malteser in Lohne endeten diese Bekanntmachungen schon mit vielen unterschiedlichen Gebäudebezeichnungen, weil mehrmals ein Quartierwechsel erforderlich wurde.

Erste-Hilfe-Kurse fanden zu Beginn (1960/1970) in der Regel in Schulen oder Gaststätten statt. Eigene Räumlichkeiten standen nicht zu Verfügung.

Als sich dann Anfang der 70er Jahre Gruppen formierten, wünschten sich diese eigene Räumlichkeiten für ihre Treffen.

Die Räumlichkeiten konnten dann in der ehemaligen Berufsschule an der Marienstraße (frühere Bürgerschule) gefunden werden. Sie wurden freundlicherweise von der Stadt Lohne zu Verfügung gestellt. Mit viel Fleiß wurden die Räume für Gruppenstunden und Ausbildungsveranstaltungen hergerichtet.

Zum Unterstellen des 1973 beschafften Krankenwagens wurde neben der ehemaligen Vikarie (gegenüber dem Krankenhaus) eine Garage errichtet. Die Fahrzeug-Bereitschaft konnte sich in deinem Raum im Keller des St.-Franziskus-Hospitals aufhalten und von dort die Einsätze starten.

Umzugskartons konnten jedoch besorgt werden, als bei der Suche nach einem geeigneten Standtort für eine Krankenpflegeschule die Wahl auf das Gelände der ehemaligen Berufsschule fiel. Wiederum mit Unterstützung der Stadt Lohne wurden dann neue Räumlichkeiten gefunden und hergerichtet.

Ende 1975 konnte dann die Unterkunft hinter der Gertrudenschule bezogen werden. Die Unterkunft war großzügiger als bisher und die notwendigen Räume (Gruppen-/Ausbildungsraum, Schlafräume für die Bereitschaft usw.) waren unter einem Dach vereint. In den neu errichteten Garagen konnten dann die ersten Fahrzeuge untergestellt werden, die Einsätze von dort aus gefahren werden.

Das Wachsen der Ortsgliederung, weiter Aktivitäten (z. B. Essen auf Rädern) und die Zunahme von Fahrzeugbewegungen längs des Schulhofs der Gertrudenschule führten dazu, erneut über die Unterbringung nachzudenken. Im März 1979 stellte dann die Kirchengemeinde St. Gertrud einen Teil der Liebfrauenschule an der Marienstraße zu Verfügung.

Die Mitglieder kannten die kommenden Arbeiten: Planen, neue Räumlichkeiten herrichten und Umzug. Im April 1980 war es soweit, die Rettungsstation „Marienstraße 2“ wurde bezogen.

Alle waren zufrieden: Neue, nochmals großzügigere Räumlichkeiten, ideale Lage. Aber: Der Weg war noch nicht zu Ende.

Die Ortsgliederung wuchs, die Aktivitäten und Anforderungen stiegen und der Zahn der Zeit nagte an der Unterkunft. Man stellte fest, dass die Unterkunft aufgrund der Entwicklung nicht mehr bedarfs- und zeitgerecht ist:

  • Büroräume fehlen bzw. sind zu klein
  • Schlafräume und sanitäre Anlagen für die Bereitschaft sind unzureichend
  • Sanitärräume bedürfen einer Vergrößerung und Trennung nach Geschlechtern
  • Lagerräume fehlen
  • Unterkünfte für Zivildienstleistende fehlen bzw. sind unzureichend
  • Einstellplätze für Fahrzeuge fehlen

Viele Unzulänglichkeiten wurden festgestellt und sollten/mussten abgestellt werden. Eine grundlegende Renovierung kam jedoch nicht in Frage. Der Eigentümer (Kirchengemeinde St. Getrud) wollte das Gelände langfristig anderweitig nutzen.

Zu diesem Zeitpunkt rückte wieder ein Traum in den Blickpunkt, der schon zur Zeit der Umzüge geträumt wurde: Eine eigene Unterkunft!

Vorsichtig wurden vereinsinterne Diskussionen in Gang gebracht. Ideen wurden geboren, Luftschlösser gebaut, potentielle Unterstützer ins Visier genommen und Gespräche geführt. Das Ergebnis war eine erhoffte, aber fast unerwartete Feststellung: Die Sterne für einen Neubau stehen günstig!

Nach rund 1 ½ Jahren Bauzeit wird der Neubau Mitte November 1994 bezogen, ab 18. November 1994 der Dienst von dort aus versehen. Am 11. 02.1995 erfolgte die offizielle Einweihung.

 

Chronik des Aufbaus der Ortsgliederung Lohne

Die Ortsgliederung Lohne ist als Untergliederung des Malteser Hilfsdienstes im Offizialatsbezirk Oldenburg (Malteser-intern einer Diözese gleichgestellt) Teil der bundesweiten Hilfsorganisation.

Der Aufbau der Ortsgliederung verlief im Wesentlichen wie folgt:

1956/1957
Erste Aktivitäten in Lohne.

1962
Erste Gruppe formiert sich nach Abschluss eines Schwesterhelferinnen-Lehrgangs.

10.08.1964
Erster öffentlicher Blutspendetermin.

01.10.1972
Franz-Josef Kröger löst Konrektor Josef Schomaker als Stadtbeauftragten ab.

1972/1973
Mitgliederwerbung und Gruppenarbeit werden intensiviert.

30.06.1973
Die Malteser beginnen um 14:00 Uhr mit dem Krankentransport- und Rettungsdienst.

20.04.1974
Mitgliederversammlung der Malteser im Offizialatsbezirk Oldenburg im Saal Göttke.

Ende 1975
Die Unterkunft im Gebäude hinter der Gertrudenschule wird bezogen. Die bisherigen Räumlichkeiten werden ein Schwesternwohnheim für das Krankenhaus.

11.09.1976
Malteser-Leistungswettbewerb in Lohne.

Anfang 1977
Klaus Maier wird neuer Stadtbeauftragter.

09.02.1978
Beginn des Mahlzeitendienstes „Essen auf Rädern“.

01.10.1978
Offizielle Übergabe der Rettungsstelle Lohne. Hauptamtlicher: Bernhard Zerhusen. Die ersten beiden Zivildienstleistenden werden eingestellt.

1978
Einige Aktive gründen eine Rundfunk AG und erstellen Unterhaltungssendungen für den Krankenhausrundfunk.

14.02. bis 19.02.1979
Die Lohner Malteser im Großeinsatz bei Schneekatastrophe (ca. 80 Rettungstransporte unter widrigen Umständen).

12.03.1979
Kath. Kirchengemeinde St. Gertrud stellt dem MHD Räumlichkeiten der ehemaligen Liebfrauenschule, Marienstr. 2, als neue Unterkunft zur Verfügung.

März 1979
Einsatz eines Sitztransportfahrzeuges (gleichzeitig Notarzteinsatzfahrzeug NEF). Beginn des Notarzt-Rendezvous-Verfahrens bei Rettungsdiensteinsätzen.

April 1980
Rettungsstation „Marienstr. 2“ wird bezogen.

01.05.1980
Beginn des Rollstuhlfahrdienstes in Lohne und Vechta.

11.07.1980
Katastrophenalarm bei Flugzeugabsturz in Brägel.

August 1980
Die Malteser erhalten erstes Fahrzeug für Rollstuhlfahrdienst mit Spezialhebebühne.

05.12.1980
Abschluss der ersten Rettungssanitäterausbildung in Lohne (Lehrgangsdauer: 1 Jahr).

02.02.1981
Einweihung der Rettungswache „Marienstr. 2“.

01.07.1981
Stefan Tölle beginnt seinen Dienst als zweiter hauptamtlicher Mitarbeiter.

August 1981
Zweites Fahrzeug für Behindertenfahrdienst (täglich Fahrten zur Tagesbildungsstätte und zur Werkstatt für behinderte Menschen).

06.05.1982
Zweite Rettungssanitäter-Ausbildung abgeschlossen (14 neue Rettungssanitäter für die Lohner Malteser).

Sommer 1982
Drittes Fahrzeug für Behindertenfahrdienst.

Anfang 1988
Franz-Josef Kröger wird (erneut) Stadtbeauftragter. Bildung der Ortsleitung und des Führungskreises nach neuem Leitfaden.

Anfang 1989
Erste (konkrete) Planungen zur Schaffung einer neuen Dienststelle.

18.12.1989
Beschluss des Rates der Stadt Lohne zur Unterstützung des Neubauvorhabens (Zuschuss, Grundstück).

25.04.1990
Zusage des Bundesamtes für Zivilschutz zur Errichtung eines Schutzraumes mittlerer Größe (299 Personen) im Zusammenhang mit dem Neubauvorhaben.

12.10.1992
Gründung einer (ersten) Erwachsenengruppe.

20.11./29.12.1992
Unterzeichnung der förmlichen Vereinbarung zur Errichtung eines Schutzraumes mit der Bundesrepublik Deutschland.

15.12.1992
Beurkundung des Erbbaurechtsvertrages mit der Stadt Lohne.

22.12.1992
Einreichung des Bauantrages für den Neubau einer neuen Dienststelle am Adenauerring.

14.07.1993
Erster „offizieller“ Spatenstich.

11.03.1994
Richtfest beim Neubau am Adenauerring.

18.11.1994
„Offizieller“ Umzug in die neue Dienststelle.

05.12.1994
Erteilung der Abnahmebescheinigung für den Schutzraum.

11.02.1995
Einweihung der neuen Dienststelle.

03.03.1995
Bescheid des Landkreises über die bauaufsichtliche Schlussabnahme.

 

50 Jahre Lohner Malteser

2013 konnten die Lohner Malteser ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Eine Zeitreise mit den kleinen und großen Meilensteinen der Lohner Malteser der letzten 50 Jahren und unseren aktuellen Aktivitäten kann auf unserer Facebook-Seite begonnen werden.

 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e. V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE83370601201201225082  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7